Historisches der Rugbyabteilung

Geschichte des Rugby

Der Legende nach nahm William Webb Ellis 1823 bei einem Fußballspiel in der Stadt Rugby den Ball in die Hand und legt ihn in das Tor des Gegners. Obwohl der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte bezweifelt werden darf, gilt dies als die Geburtsstunde des Rugby. Sogar die WM-Trophäe wurde nach Ellis benannt und heißt William-Webb-Ellis-Cup.

Damals gab es noch keine klar festgelegten Regeln für das Fußballspiel (football). Rugby (rugby football) und der heutige Fußball (association football) entwickelten sich bis dahin noch gemeinsam als Regelvariationen des gleichen Spiels. Je nach Variation durfte man unter bestimmten Umständen den Ball in die Hand nehmen.

1863 wurde der erste Fußballverband (FA) der Welt gegründet mit dem Ziel, die Regeln des Spiels zu vereinheitlichen. Nach Meinungsverschiedenheiten spalteten sich die Rugbyvertreter ab und gründeten 1871 den ersten Rugbyverband (RFU), der die Regeln des Rugby erstmals kodifizierte. Seither entwickelten sich Rugby und Fußball getrennt voneinander.

Nach Deutschland kam der Sport über hier lebende Engländer, die eigene Schulen unterhielten, in denen Rugby zum täglichen Unterrichts- und Freizeitprogramm gehörte. Gerade in Hannover und Heidelberg lebten große Zahlen von Engländern und so stammen die ältesten deutschen Rugbyvereine und -abteilungen aus diesen Städten und dominieren noch heute die deutsche Bundesliga. 1900 wurde der Deutsche Rugby-Verband gegründet.

Bei den Olympischen Spielen 1900 wurde Rugby erstmals in das olympische Programm aufgenommen. Deutschland wurde vom FC 1880 Frankfurt (heute SC 1880) repräsentiert und mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Bei den vorerst letzten Spielen mit Rugby im Programm, im Jahr 1924, wurden die USA Olympiasieger.

Die erste Weltmeisterschaft fand 1987 statt, die die All Blacks aus Neuseeland gewinnen konnten. Deutschland qualifizierte sich bisher noch für keine WM-Endrunde, hat aber im November diesen Jahres noch die Möglichkeit dazu, wenn sie in einem 4-Mannschaften-Turnier in Frankreich um den letzten verbleibenden WM-Platz gegen Kanada, Hongkong und Kenia antritt.

Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde Rugby wieder ins Programm aufgenommen; diesmal aber nicht in seiner ursprünglichen Form des Rugby Union mit 15 Spielern pro Mannschaft, sondern in der verkleinerten Variante des 7er Rugby, bei dem sich jeweils 7 Spieler gegenüberstehen und aufgrund der Kürze der Spiele ein gesamtes Turnier innerhalb weniger Tage gespielt werden kann.