BVUK. - Jahn München

von TGW_Webadministrator

Von Patrick Wötzel

Ein Heimsieg gegen München und eine Niederlage von Weiterstadt in Speyer – diese beiden Dinge müssten am Sonntagnachmittag zusammenkommen, um die BVUK. Sharks Würzburg nach dem vorletzten Spieltag der regulären Saison der 2. Liga Süd auf einen Playoffplatz zu befördern. „Für uns wäre das eine Zugabe. Wir haben keinen Druck und können ganz befreit aufspielen.

Für München geht es darum, sich auf die Playoffs vorzubereiten. Ich kann mir vorstellen, dass sie da viel vorhaben“, sagt Sharks-Trainerin Janet Fowler-Michel vor dem elften und letzten Heimspiel der Punkterunde.

Es ist bereits das dritte Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison. Zweimal fuhren die Haie im Herbst nach München und kehrten beide Male mit leeren Händen zurück: In der zweiten Runde des DBBL-Pokals Mitte Oktober und beim Liga-Hinspiel Ende November. In beiden Begegnungen sorgte eine kurze schwache Phase der Gäste dafür, dass die Münchnerinnen um die 164-fache Nationalspielerin Anne Delafosse siegreich waren. Im Pokal war es das erste Viertel, im Liga-Spiel die letzten beiden Minuten, die in zwei ansonsten komplett ausgeglichenen Partien den Unterschied ausmachten.

Ein Unterschied vor dem Rückspiel ist die veränderte personelle Besetzung beider Teams: Die Gastgeberinnen haben seit Anfang des Jahres mit der Australierin Kate Gaze (32,5 Punkte pro Spiel) bekanntlich die mit Abstand beste Scorerin der Liga in ihren Reihen, bei den Münchnerinnen ist Leonie Fiebich nach einem Kreuzbandriss wieder fit.

Die 18-Jährige - für Janet Fowler-Michel die beste deutsche Nachwuchsspielerin - bestritt beim Heimsieg von Jahn München letzte Woche gegen den Tabellenzweiten Bad Homburg ihr erstes Saisonspiel und legte gleich starke 17 Punkte, 7 Rebounds und 3 Ballgewinne auf.

In Fiebichs Abwesenheit hat sich in München ein weiterer Youngster in den Vordergrund gespielt: Die 16-jährige Emily Bessoir kommt mit 14,7 Punkten und 9,7 Rebounds beinahe auf ein statistisches „Double-Double“ pro Partie. Dazu kommen mit Delafosse (33 Jahre / 19 Punkte pro Spiel) und Spielmacherin Nicole Schmidt (28 Jahre / 15,7 Punkte) zwei ebenso erfahrene wie korbgefährliche Spielerinnen.

Fowler-Michel erwartet am Sonntag einen Gegner in Bestbesetzung: Zwar ist der Münchner Nachwuchs am Wochenende auch im WNBL-Viertelfinale gefragt, das Spiel findet aber bereits am Samstagnachmittag statt. „Ich erwarte, dass sie mit ihren besten sieben Spielerinnen kommen. Ihr Spiel ist der Fastbreak, außerdem posten sie ihre großen Spielerinnen gut auf“, so Fowler-Michel: „Wir müssen viel Druck auf den Ball machen und versuchen, dadurch das Tempo des Spiels zu kontrollieren.“

Vor dem Sprungball in der Feggrube wird der Blick sicherlich in die Osthalle nach Speyer gehen, wo die heimischen Towers am Sonntag ab 15:30 Uhr den aktuellen Tabellenvierten Weiterstadt zu Gast haben.

Speyer-Schifferstadt hat nach zwei wichtigen Siegen gegen Wasserburg und in Langen seit dem letzten Wochenende den Klassenerhalt sicher und kann sein letzten Heimspiel daher locker angehen, während die Gäste nach drei Niederlagen in Serie unter Druck stehen und noch um ihren Platz im Viertelfinale zittern müssen.

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