BVUK - Falcons

von Turngemeinde Würzburg e.V. 1848

Von: Patrick Wötzel

So was nennt man dann wohl einen Befreiungsschlag: Ausgerechnet gegen Spitzenreiter Bad Homburg haben die BVUK. Sharks Würzburg ihre fünf Spiele dauernde Niederlagenserie beendet. In einem echten Krimi besiegten die Haie den Tabellenführer in eigener Halle dank einer bärenstarken Schlussphase mit 91:79 (35:43, 76:76) nach Verlängerung.

„Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätten die Mädels mir nicht machen können“, sagte Trainerin Janet Fowler-Michel nach einem Spiel, in dem ihre Mannschaft in den letzten zwölf Minuten der regulären Spielzeit einen zweistelligen Rückstand wettmachte und in der fünfminütigen Verlängerung nichts mehr anbrennen ließ. Und die wäre nicht einmal nötig gewesen: Rebekka Jäger hatte in den letzten 36 Sekunden vier Chancen von der Freiwurflinie und vergab die ersten drei. Der vierte war dann 4,8 Sekunden vor dem Ende zum Glück doch noch erfolgreich – er bedeutete den 76:76-Ausgleich und damit die Verlängerung.

„Ich bin einfach nur froh, dass der letzte reingegangen ist und wir das Spiel gewonnen haben“, sagte die 23-Jährige, die nach der Pause 19 ihrer insgesamt 25 Punkte erzielte und damit die herausragende Spielerin war: „Ich habe den Mädels schon in der Halbzeit gesagt, dass ich trotz unseres Rückstands das Gefühl habe, dass wir das Spiel im Griff haben. Es ist schon geil, den Tabellenführer besiegt zu haben.“

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase waren es im zweiten und dritten Viertel die Gäste, die dank ihrer starken Ausländerinnen die Partie im Griff hatten – bis auf vierzehn Punkte (37:51, 22. Minute) zog Bad Homburg zwischenzeitlich davon. Doch auch von einer schwachen Phase mit einigen haarsträubenden Ballverlusten und schlechter Trefferquote ließen sich die Haie nicht beirren: Über intensive Verteidigung kamen sie zurück und spielten auch im Angriff mit viel Selbstvertrauen, während den Gästen mit zunehmender Spielzeit immer weniger gelang. „Wenn wir Probleme in der Verteidigung hatten, lag das immer an Fehlern im Angriff, durch die Bad Homburg ins Laufen gekommen ist. Das haben wir in der Schlussphase viel besser gemacht“, so Fowler-Michel.

In den ersten fünf Minuten des vierten Viertels verwandelten ihre Spielerinnen einen Rückstand von acht Punkten in die erste Führung der zweiten Halbzeit (67:66, 35. Minute). In der extrem spannenden Schlussphase wechselte die Führung noch fünf Mal, bis Rebekka Jäger mit ihrem Freiwurf die Verlängerung erzwang.

In der Overtime war bei Bad Homburg dann nach gut zwei Minuten die Luft raus: Durch zwei Dreier von Jessika Schiffer und Marja Wucherer sowie zwei Jäger-Freiwürfe zogen die Sharks nach drei Minuten auf 89:79 davon – damit war die Partie entschieden und die Würzburgerinnen können mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause und danach in die letzten zehn Spiele der Saison gehen.

Würzburg:

Rebekka Jäger 25 Punkte (16 Rebounds), Jessika Schiffer 20/5 Dreier (9 Assists), Jenna Bugiardini 19 (16 Rebounds/3 Steals), Marja Wucherer 14/2 (5 Assists), Alexandra Daub 7, Marja Wahl 3, Franziska Riedmann 3, Danelle Arigbabu.

Bad Homburg:

Kacperska 28/7, Georgieva 15 (9 Rebounds), Grönberg 12, Polishchuk 11/3 (11 Assists), Furr 7 (11 Rebounds), Lehnert 4, Gregor 2, Semerda.

 

Hier: Fotos vom Spiel

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